Jannis Johannmeier - Propaganda for the good

STORY IS KING.
Mit dieser provokanten These eröffnet Jannis Johannmeier ein Buch, das wachrüttelt, polarisiert und bewusst unbequem ist. Propaganda for the good ist keine klassische Medienkritik und schon gar kein Wohlfühlratgeber – es ist ein schonungsloser Realitätscheck über Macht, Emotionen und die wahre Währung unserer Zeit: Geschichten.
Jannis Johannmeier erklärt radikal ehrlich, warum Fakten allein längst nicht mehr überzeugen. In einer Welt, in der Donald Trump ohne belastbare Wahrheiten Präsident werden konnte, TikTok-Trends Meinungen formen und Algorithmen unser Denken lenken, entscheidet nicht mehr, was wahr ist, sondern was sich wahr anfühlt. Wahrheit, so die These, ist zur Verhandlungssache geworden – Narrative regieren.
Anhand eindrucksvoller Beispiele spannt der Autor den Bogen von Hitlers Propagandamaschinerie über Charlie Chaplins entlarvende Satire bis hin zu den subtilen, aber allgegenwärtigen Mechanismen der digitalen Plattformen. Dabei wird klar: Emotionen schlagen Rationalität, Storytelling ist das mächtigste Werkzeug moderner Einflussnahme – und durch die Digitalisierung erstmals für alle zugänglich.
Der große Twist des Buches: Diese Entwicklung ist kein Untergang der Aufklärung, sondern eine historische Chance. Storytelling war nie demokratischer. Jeder kann heute Reichweite aufbauen, Realitäten prägen und Menschen bewegen. Das Monopol von Politik, Medien und Wissenschaft ist gebrochen – Influencer sind oft mächtiger als Nachrichtensendungen, Glaubwürdigkeit entsteht durch Nähe, nicht durch Institutionen.
Propaganda for the good liefert das Handwerkszeug, um diese Macht bewusst und verantwortungsvoll zu nutzen. Mit Argumenten aus Neurobiologie, Psychologie und Kommunikation zeigt Johannmeier, wie Narrative funktionieren – und wie sie für das „Gute“ eingesetzt werden können: um zu verbinden statt zu spalten, Sinn zu stiften statt Angst zu schüren und wünschenswerte Zukünfte erzählbar zu machen.
Dieses Buch richtet sich an alle, die nicht länger Zuschauer sein wollen: Kommunikatoren, Marketer, Kreative, politische Akteure – und kritische Bürger. Denn, wie das Buch eindringlich warnt:
„Wenn die Guten nicht kämpfen, siegen die Schlechten.“ – Platon
Die Zukunft gehört denen, die Emotionen verstehen und Narrative beherrschen.
Die Frage ist nur: Welche Geschichte erzählst du?